Dieser Artikel wurde ursprünglich am 17. Februar 2025 veröffentlicht und seither überprüft und aktualisiert, um aktuelle Entwicklungen in der EU-Bankenregulierung, einschließlich CRD VI, zu berücksichtigen.
Singapur ist ein kleines Land in Südostasien, aber es ist nicht nur ein starker Standort für die Ansiedlung Ihres internationalen Geschäfts. Es ist auch einer der stärksten internationalen Finanzplätze der Welt.
Rund 150 Banken aus aller Welt sind in Singapur vertreten, von lokalen singapurischen Banken wie DBS, POSB, OCBC oder UOB bis hin zu ausländischen Banken wie Bank of China, Bank of India, CIMB Bank, HSBC, Bank of America, Citibank, JPMC oder BNP Paribas, um nur einige zu nennen.
Singapur – ein starkes Finanzzentrum
Darüber hinaus zieht Singapur als internationales Finanzzentrum mit einer starken und soliden Rechtsgrundlage verschiedene Unternehmen an, die auf Investitionen in Edelmetalle und andere Formen des Vermögensschutzes spezialisiert sind.

Wichtig zu wissen: Die genannte starke Rechtsgrundlage Singapurs trägt auch dazu bei, diesen internationalen Finanzplatz vor Reputationsschäden zu schützen. KYC- (Know Your Customer) und AML-Verfahren (Anti-Geldwäsche) sind intensiv und können auch bei bereits bestehenden Konten wiederholt greifen. Das hilft dabei, illegale Finanztransaktionen von der Insel fernzuhalten.
Der einfachste Weg, ein Konto in Singapur zu eröffnen, ist zweifellos, dort ansässig zu sein oder ein Langzeitvisum zu besitzen. Auch wenn die Anforderungen an entsprechende Aufenthaltstitel oder Langzeitvisa in den letzten Jahrzehnten zunehmend strenger geworden sind, ist dies weiterhin machbar, insbesondere mit einer eigenen lokalen Gesellschaft und den entsprechenden Qualifikationen.
Konten auch für Nicht-Residenten
Auch wenn Sie sich nicht für längere Zeit in Singapur niederlassen können oder wollen und dort nicht ansässig werden möchten, ist es dennoch möglich, Ihre finanzielle Situation durch die Eröffnung eines Bankkontos in Singapur als Ausländer zu diversifizieren. Es ist Ausländern nicht untersagt, dort ein Bankkonto zu eröffnen. Allerdings sind die Prüfkriterien und Regeln der in Singapur tätigen Banken sehr streng, und die Banken haben bei Ihrem Antrag das letzte Wort. Lehnen sie ab, gibt es keine Möglichkeit, diese Entscheidung anzufechten. Es lässt sich aber bei einer anderen Bank versuchen. Die Aufnahmekriterien unterscheiden sich von Bank zu Bank.
Ähnlich wie bei Bankkonten für Ausländer ohne Wohnsitz in der Schweiz gelten auch bei Banken in Singapur bestimmte Mindestschwellen, wenn Sie dort ohne Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis ein privates Bankkonto eröffnen möchten. Üblicherweise verlangen die Banken eine Einlage von 200.000 bis 350.000 SGD oder den Gegenwert in anderen akzeptierten Währungen (etwa 150.000 bis 250.000 Euro), die dauerhaft gehalten werden muss. Nicht zu vergessen: Die Zinssätze auf Einlagen waren in Singapur in den letzten Jahrzehnten nie hoch. Selbst als Bankkunden in Europa 3 bis 4 Prozent Zinsen auf ihre Einlagenkonten erhielten, lagen die Sätze in Singapur nur knapp über 0 Prozent.
Wird die definierte Mindestschwelle unterschritten, können monatliche Kontoführungsgebühren anfallen, die 50 SGD und mehr betragen können. Darüber hinaus behalten sich die Banken auch das Recht vor, die Geschäftsbeziehung zu beenden, wenn ihnen an Ihrem Konto etwas Ungewöhnliches auffällt oder Ihr Konto über längere Zeit unter der Mindestschwelle bleibt.
Diversifizierung ist ein Muss
Dennoch kann es eine gute Option sein, einen Teil Ihrer Ersparnisse in einem sicheren Hafen wie Singapur zu halten, fernab von inflationsgeplagten Regionen wie der EU oder den USA mit ihrer unberechenbaren Politik, und in anderen Währungen als EUR oder USD. Mit der zum neuen Bankkonto gehörenden Kreditkarte können Sie weltweit Bargeld abheben oder Zahlungen tätigen, was Ihre Reisen rund um die Welt erleichtern kann. Das Bankkonto kann in verschiedenen Währungen geführt werden, in den meisten Fällen lässt sich praktisch jede gängige Währung halten.
Singabiz berät Mandanten bei der praktischen Seite dieses Prozesses und bringt dabei Erfahrung mit einer Reihe von in Singapur tätigen Banken ein. Je nach Bank, Staatsangehörigkeit, steuerlicher Ansässigkeit und weiteren Kriterien kann es möglich sein, die KYC-Prüfung aus der Ferne abzuschließen, ohne nach Singapur reisen zu müssen. Wir empfehlen dennoch, auf eine mögliche Reise nach Singapur vorbereitet zu sein, falls ein Remote-Verfahren nicht akzeptiert wird. Ein Besuch in Singapur lohnt sich ohnehin in jedem Fall. Hinweis: Der grenzüberschreitende Zugang zu bestimmten Bankdienstleistungen von Nicht-EU-Instituten unterliegt der sich entwickelnden EU-Regulierung (CRD VI); was im Einzelfall möglich ist, hängt von Ihrer individuellen Situation und Eigeninitiative ab und sollte im Einzelfall geprüft werden.
Wenn Sie diesen Weg bereits in Erwägung ziehen und Ihre Situation besprechen möchten, kontaktieren Sie uns.
